Soforttypreaktion -Typ I Allergie – Biochemie – AMBOSS Video
21
August

By Adem Lewis / in , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , /


Soforttypreaktion -Typ eins Allergie
Bei einer Überempfindlichkeitsreaktion reagiert der Körper auf eine eigentlich harmlose Substanz, ein Allergen. Statt das Allergen zu ignorieren, identifiziert der Körper es als bedrohlich und löst eine Entzündungsreaktion aus. Diese Entzündungsreaktion wird entsprechend allergische Reaktion genannt. Am häufigsten ist die sogenannte Typ eins
Allergie, die man auch als Soforttypreaktion bezeichnet, weil sie unmittelbar nach Kontakt
mit dem Allergen auftritt. Einer solchen allergischen Reaktion geht allerdings
immer eine Sensibilisierung des Immunsystems voraus – also ein erster Kontakt mit dem Allergen. Bei der Sensibilisierung bindet das Allergen
im Gewebe an einen B-Zell-Rezeptor und wird von der Zelle aufgenommen. Teile des Allergens werden dann auf MHC-Moleküle
übertragen und an der Oberfläche der B-Zelle dem Immunsystem präsentiert. Das Allergen fungiert also als Antigen. Sobald eine passende T-Helferzelle an diesen
Komplex bindet, wird sie aktiviert und schüttet Zytokine aus. Die Zytokine wiederum aktivieren die B-Zelle,
die daraufhin zur Plasmazelle ausreift. Die Plasmazelle bildet dann IgE-Antikörper
und setzt diese frei. Diese IgE-Antikörper besitzen zwei sogenannte
variable Bereiche, mit denen sie an ein spezifisches Antigen binden können. Mit ihrer sogenannten konstanten Region binden
die IgE-Antikörper an Oberflächenrezeptoren von Mastzellen. Die Mastzellen können jetzt bei erneutem
Kontakt mit dem Antigen, in diesem Fall also dem Allergen, reagieren. Das Immunsystem ist nun sensibilisiert, der
Betroffene zeigt zu dem Zeitpunkt jedoch noch keine Symptome. Bei erneuter Exposition bindet das Allergen
an die spezifischen IgE-Antikörper auf der Mastzelle. Dadurch kommt es zu einer Verknüpfung benachbarter IgE-Antikörper. Dieses sogenannte cross-linking aktiviert
einen Prozess in der Mastzelle, den man Degranulation nennt. Die Zelle entleert dabei in Vesikeln gespeicherte
Entzündungsmediatoren, vor allem Histamin, Prostaglandin D2 und Heparin. Die Aufnahme eines Allergens in den Körper
kann über verschiedene Wege erfolgen, beispielsweise über Inhalation oder durch Hautkontakt. Je nachdem, auf welches Gewebe das Allergen
primär trifft, werden typischerweise verschiedene Symptome beobachtet: Atemnot als Folge einer
Bronchokonstriktion; Ödembildung und niedriger Blutdruck in Folge einer Vasodilatation; Hitze,
Rötung und Juckreiz als Folge einer lokalen Entzündungsreaktion. Die verschiedenen Symptome treten unmittelbar
nach erneutem Kontakt mit dem Allergen auf. Allergische Reaktionen des Typ eins beginnen
also bereits innerhalb von Sekunden oder Minuten. Die übrigen allergischen Reaktionen, also
die Typen II-IV, verlaufen deutlich langsamer und treten in der Regel erst Stunden oder
Tage später auf.


Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *